Deathcore

Charakteristik

Der Deathcore ist ein Subgenre des Metalcore und von der Geschwindigkeit und Dissonanz des modernen Death Metal stark beeinflusst. Im Allgemeinen kann die Musik, in der die Stile Grindcore, Metalcore, Hardcore, jegliche Spielarten des Death Metal (z.B. Technical Death Metal) und diverse andere Subgenres des Extreme Metal miteinander vermischt werden, als Deathcore bezeichnet werden. Der Deathcore wird aber auch als die extreme und brutalere Variante des Metalcore angesehen. Eine weitere (umgangssprachliche) Bezeichnung ist "Death Metal mit Breakdowns", welche sich als inhaltlich nicht ganz korrekt herausstellt. Die Handlungen in den Songtexten entsprechen nicht immer denen aus dem Death Metal. Viele Deathcore-Songs enthalten Breakdowns und melodische Gitarrenriffs und somit einen Charakterzug, der zum Hardcore-Part des Metalcore-Einflusses gezählt wird.

Wichtige Elemente

Der Deathcore besteht aus schnellen Blastbeats des Schlagzeugs und zeichnet sich durch eine intensive und äußerst schnelle Verwendung der Doublebass aus. Die E-Gitarren sind tiefergestimmt, zum Teil werden Breakdowns gespielt. Der Gesang ist durch tiefe Growls gekennzeichnet und wird oft mit dem Metalcore-typischen „Screaming“ und „Shouting“ kombiniert. Im Deathcore kommt noch eine spezielle Gesangstechnik namens Pig Squeals hinzu, die aus dem Grindcore stammt. Die Texte handeln meist von Zerstörung, politisch-gesellschaftlichen Missständen (All Shall Perish, Suicide Silence) und Gewalt, aber auch persönlichen Problemen (Bring Me the Horizon, Despised Icon)

Geschichte

Suffocation und Dying Fetus waren die ersten Bands, die annähernd einen Musikstil kreierten, welchen man heute unter Deathcore versteht, indem sie in ihre Musik (dem typischen Death Metal) Elemente aus dem Hardcore Punk (z.B. Breakdowns) einbauten.

Die deutsche Grindcore-Band Blood veröffentlichte 1986 ein Demotape mit dem Titel Deathcore, während eine andere deutsche Band 1987 Deathcore als ihren Bandnamen auswählte. Der Musikstil dieser beiden Bands stimmt jedoch nicht mit dem heutigen Deathcore überein.

Populär ist der Deathcore seit dem frühen dritten Jahrtausend mit Bands wie All Shall Perish (das Debütalbum Hate. Malice. Revenge erschien 2003) oder Job For a Cowboy (Doom EP erschien 2004) geworden. Mit dem Anstieg der Popularität des Metalcore wurden einige Elemente davon in die Musik des Death Metal eingebaut.

Eindeutig in die Kategorie des Deathcore können heutzutage nur noch wenige Bands eingeordnet werden. Dies hängt damit zusammen, dass es den meisten Bands egal ist, wie ihre Musik bezeichnet wird, und sie einfach ohne großartig auf Genres zu achten die Musik spielen, die sie wollen.